8 Fragen an... SACKSTARCH

Säcke und Taschen aus den Überresten der Produktion von Sonnenmarkisen

Donald, Jonathan & Joshua sind «Sackstarch». Sie produzieren, verkaufen und vermarkten Seesäcke und Sporttaschen aus den Stoffresten der Markisenproduktion. Diese lassen sie von Hand verarbeiten und in sozialen Institution produzieren.
Ein Bag, der nachhaltig, fair, qualitativ hochwertig, praktisch, wasserresistent und robust zugleich ist - diese Idee ist definitv «Sackstarch»!

 

1. Die Idee, Produkte aus den Überresten der Produktion von Sonnenmarkisen herzustellen ist ziemlich originell. Wie kam es dazu?

Wir waren damals sechs Schüler auf dem Gymnasium, die alle das Freifach “Miniunternehmen gründen” gewählt haben. Im Rahmen dieses Faches hat man die Möglichkeit, sein eigenes reales “Miniunternehmen” zu gründen. Das Projekt wird von der Non-Profit Organisation Young Enterprise Switzerland betreut. Da ich mir genau zu dieser Zeit zwei Seesäcke im Internet bestellt habe und diese einige Wochen später bereits nicht mehr brauchbar waren, wollte ich qualitativ hochwertige Seesäcke herstellen. Diese Idee haben wir dann im Team weiterentwickelt. Recycling war für uns von Anfang an etwas, was wir im Hinterkopf hatten – und als ein Kollege dann herausgefunden hat, dass die Firma Stobag eine Menge an Produktionsüberresten hat, welche normalerweise im Abfall landen würden, war der Grundstein gelegt.

 

2. Welche Botschaft steckt hinter eurem Label?

Wir setzen hohen Wert auf Nachhaltigkeit, höchste Qualität und faire Arbeitsbedingungen. Darum lassen wir unsere Produkte aus recycelten Materialien im Süden von Deutschland verarbeiten und arbeiten mit einem Produzenten, welcher nicht nur einfach die gesetzlichen Richtlinien erfüllt, sondern auch unsere hohen Standards. Und gleichzeitig möchten wir die Preise so ansetzen, dass sich auch Schülerinnen und Schüler mit geringem Budget unsere Taschen leisten können. Nicht nur, aber auch in diesem Aspekt möchten wir uns ganz klar von beispielsweise dem Label “Freitag” abheben, welches genauso aus Zürich stammt.

 

3. Wie wurde aus einem Schulprojekt von sechs Jugendlichen eine offizielle GmbH?

Grundsätzlich dauert dieses Schulprojekt, welches von Young Enterprise Switzerland organisiert wird, nur ein Jahr und dann liquidiert man das Miniunternehmen theoretisch wieder. Für uns kam dies aber gar nicht in Frage, da wir jegliche Erwartungen im Projektjahr übertreffen konnten. Schließlich gewannen wir auch den Publikums-Award des Startups.ch Awards und somit 20’000 CHF Startkapital.

 

4. Wie bereits erwähnt gewinnt Sackstarch 2012 die "National Company of the Year Competition" vom Dachverband Young Enterprise Switzerland. Was macht euch aus?

In diesem Wettbewerb konnten wir uns gegenüber 150 Miniunternehmen aus der ganzen Schweiz durchsetzen. Das lag vermutlich daran, dass wir im Projektjahr enorm erfolgreich wirtschaften konnten. Aus 3’000 CHF Startkapital resultierte ein Gewinn von über 20’000 CHF – eine solche Eigenkapitalrendite und das gesamte Konzept dahinter hat die Jury offenbar beeindruckt. Klar wäre ein solches Resultat ohne unsere Produkte und ein äußerst motiviertes Team niemals möglich gewesen – das sind eindeutig die zwei Punkte, die uns ausmachen.


5. Qualitativ hochwertig, wie ein Schweizer Uhrenwerk… Zeichnet das den Schweizer Stil aus?

Die Schweiz steht sicherlich für eine hohe Qualität. Darum haben wir anfänglich auch alles in der Schweiz verarbeiten lassen. Wir mussten aber leider feststellen, dass die Textilindustrie in der Schweiz so verschwindend klein ist im Vergleich zu Deutschland, sodass wir uns entschieden haben, unsere Produktion nach Deutschland auszulagern. Aber ja, wir setzen sehr großen Wert auf die Qualität unserer Produkte und dies zeichnet uns und die Schweiz auch aus.

 

6. Wo würdet ihr euer Produkt am liebsten platzieren?

Bei unseren potentiellen Kunden (lacht) Es macht mir persönlich enorm viel Freude, wenn ich fremde Leute oder Kollegen in der Stadt antreffe, die einen «sackstarchen» Bag im Alltag tragen – und hoffentlich sehen wir das in Zukunft noch vermehrt.

 

7. Oder welcher “Promi” würde euer Produkt wohl am besten verkörpern?

Schwierige Frage. Beim Wort «Sackstarch» (Sackstark auf Schweizerdeutsch) fällt mir natürlich als erstes ein Schwergewichtsheber ein – vermutlich wäre es also ein berühmter Schwergewichtsheber, der Wert auf eine nachhaltige und faire Produktion legt. Hierfür fällt mir aber kein Name ein, ich kenne mich in diesem Bereich überhaupt nicht aus…

 

8. Momentan ist das Team noch in der Produktionsvorbereitung. Welche Projekte stehen 2016 an?

Einerseits möchten wir 2016 möglichst viele Wiederverkäufer finden, damit wir anschließend – zumindest in der Deutschschweiz – ein solides Händlernetzwerk haben. Desweiteren sind wir mit Stobag – der Firma, welche uns all die Überreste zur Verfügung stellt – in engem Kontakt, damit wir allenfalls für sie im kommenden Jahr eine Spezialkollektion produzieren können. Schließlich wäre es für sie ja durchaus interessant, ihren Kunden zu zeigen, was mit ihren Überresten geschieht.


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